Wenn wir in höchsten Nöten ...

Liebe Gemeindemitglieder,

in diesen Wochen nach der verheerenden Flut entlang der Inde ist mir ein altes Gesangbuchlied immer wieder durch den Kopf gegangen. „Wenn wir in höchsten Nöten sein und wissen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Hilf noch Rat, ob wir gleich sorgen früh und spat,“ so dichtete vor 455 Jahren Paul Eber, Stadtpfarrer in Wittenberg. Einige Wochen sind bereits vergangen, die Keller und Wohnungen sind leer gepumpt und ausgeräumt, die großen Müll- und Schuttberge beseitigt, aber noch immer sind viele der Hochwasseropfer mit Aufräumen und Renovieren ausgelastet und oftmals voller Sorge, wie alles wieder werden soll. Auch in der Kirchengemeinde wurden wir hart getroffen von der Überflutung des Kirchenkellers in Weisweiler mit der Heizungsanlage für drei Gebäudeteile. Gott sei Dank blieb der Kirchraum selbst verschont, sowie die Büroräume und das Gemeindehaus auch. Noch immer laufen jedoch die Trocknungsarbeiten im Keller und wir arbeiten unermüdlich an der Frage, wie wir möglichst schnell die Totalsanierung der Kirchenheizung stemmen können. Wir rechnen mit einem Schaden von mindestens 100.000 Euro zur Wiedererrichtung der
Heizungsanlage!

Zeitgleich liefen seit dem 20. Juli die Vorbereitungen dafür, unsere Räumlichkeiten für die Not-Aufnahme von zwei Weisweiler Kindergartengruppen bereit zu stellen. Weil der städtische Kindergarten Auf dem Driesch vom Hochwasser überflutet wurde, wurden händeringend Ausweichquartiere gesucht. Das Presbyterium hat beschlossen, für längere Zeit das Gemeindehaus Weisweiler für zwei Gruppen zur Verfügung zu stellen.
Auch in Dürwiß bestehen Anfragen von obdachlos gewordenen Organisationen zur Mitnutzung unserer Räumlichkeiten. Wir tun, was wir können, um in der Not zusammenzurücken und zu helfen.

Etwa 100 Haushalte in Weisweiler mit evangelischen Gemeindemitgliedern sind vom Hochwasser betroffen worden. Die Kirchengemeinde hat einen Nothilfefonds von 10.000 Euro bereit gestellt, aus dem diese Familien je nach Betroffenheit einen Geldbetrag zwischen 100 und 300 Euro zur Unterstützung erhielten. Von Tür zu Tür bin ich gelaufen, um allen uns bekannten Haushalten einen Informationsbrief auszuteilen und mit den Menschen zu reden. Über 7000 Euro wurden bereits ausgezahlt.

Es ist für uns und für viele Menschen eine der guten Erfahrungen dieser Tage, dass die Hilfsbereitschaft, vor allem in den ersten Tagen des absoluten Chaos, enorm hoch war. Allen, die uns in der Gemeinde mit tatkräftiger Hilfe, mit Spenden, aber auch mit besorgten Fragen oder Gebeten beigestanden haben, möchte ich ein herzliches Dankeschön sagen! In gewisser Weise bewahrheitet sich für uns, was Paul Eber damals in Wittenberg in seiner zweiten Strophe schrieb: „so ist dies unser Trost allein, dass wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not!“

Für die nächsten Wochen und Monate ist recht ungewiss, wie wir unsere Arbeit durchführen können. Die Corona-Pandemie ist ja auch noch im Spiel und stellt vieles in Frage. Deshalb meine dringende Bitte an Sie alle: bitte besuchen Sie unsere Homepage im Internet, www.ev-kirche-weisweiler.de. Wir sind in diesen Zeiten mehr denn je auf die digitalen Kommunikationswege angewiesen. Tragen Sie sich darum mit Ihrer Email-
Adresse für die aktuellen Informationen ein, wenn Sie über unsere Gottesdienste und Veranstaltungen informiert bleiben möchten.

Mit herzlichen Grüßen -

Bleiben Sie behütet!

„Schaut hin“!

„Schaut hin“!

Unter dem Motto „schaut hin“ fand im Mai in Frankfurt der dritte ökumenische Kirchentag statt. Nach den erfolgreichen und bereichernden ökumenischen Kirchentreffen in Berlin 2003 und in München 2010 musste der Frankfurter Kirchentag coronabedingt überwiegend digital stattfinden und hat von daher nur wenig Ausstrahlung gehabt. Bettina Limperg, die Präsidentin des Kirchentages, fasst dennoch so zusammen: „Der 3.ÖKT war ein starkes Signal! Wir haben gemeinsam auf die Brennpunkte in Gesellschaft und der Welt geschaut. Jede und jeder kann zu Verbesserungen des Miteinanders beitragen!“

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„Immer Corona. Ich will hier weg!“

Liebe Gemeindemitglieder,

obwohl wir es anders gehofft hatten stand das diesjährige Osterfest wieder ganz unter dem Eindruck der ansteigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie. Ein landesweiter Lockdown zwang die Kirchen, ihre normalen Osterfeiern alternativ auszurichten. In Weisweiler und Dürwiß luden wir darum in das Gelände an den Kirchen ein zu einem Osterweg mit Gottesdienst an fünf Stationen.

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Im Dezember - so anders...

Quelle | gemeindebrief-evangelisch.de

Mit diesen Worten beginnt ein Adventstext von Tina Willms in diesem Jahr. Alles war bereits anders in diesem Jahr und bleibt es auch noch bis auf Weiteres. Da fällt es schwer, irgendwelche Planungen vorzunehmen.
Fast alles, was uns in der Kirche ausmacht und wichtig ist, das Zusammenkommen als Gemeinde, die Einladung zu geselligem Beisammensein, das Besuchen von älteren Gemeindemitgliedern und Geburtstagskindern, das gemeinsame Singen im Gottesdienst geht so gut wie nicht mehr. Und jetzt auch noch Advent! Wie soll das gehen? Und dann kommt Weihnachten! Wie kann es Weihnacht werden in diesem Jahr?

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  • Ev. Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß
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