Keep Cool

Was einst als lässig gemeinter Ratschlag gemeint war, entwickelt sich immer mehr zum Problem. „Keep cool!“ - oder „kühlen Kopf bewahren“, das erwies sich in diesem Sommer als ziemlich schwieriges Unterfangen.

Zwei Hitzewellen im Juni und Juli, die Deutschland mehrfach Tagestemperaturen von über 40 Grad Celsius bescherten, brachten Mensch und Natur zum Stöhnen. Die Böden ausgetrocknet, die Bäume nah am Verdursten, die Ernten beeinträchtigt, die Menschen, die sich ein dauerndes Hitzefrei wünschen, das aber nur begrenzt möglich ist. Denn die Hitze ist überall. Nicht nur in Mitteleuropa, wo traditionell eher gemäßigtes Klima anzutreffen war, sondern auch in allen anderen Teilen der Welt. Vom Polarkreis bis zum Äquator scheint das Klima verrückt zu spielen.

Beim evangelischen Kirchentag in Dortmund hatte ich die Gelegenheit, mit einer Gruppe junger Menschen ein Aktionsspiel zum Klimaschutz zu spielen unter der Überschrift „Keep Cool“. Es galt, spielerisch Verrantwortung zu übernehmen und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Sollte man den Weg der erneuerbaren Energien gehen mit Windrädern und Solaranlagen? Oder doch die günstigeren fossilen Energieträger wie Kohle oder Erdöl bevorzugen? Bei jedem Spielzug musst zwischen gemeinschaftlichem Klimaschutz und egoistischem Handeln abgewogen werden. Das Risiko dabei: Katastrophen wie Dürren, Hochwasser und Krankheiten. Die Chancen: Wohlstand und ein stabiles Weltklima. Wer zuerst sein Ziel erreichte, war Gewinner. Ging man aber zu rücksichtslos vor, verloren alle, weil das Klima zusammenbrach.

Gott sei Dank, gab es einen Gewinner bei unserem Spiel und die Weltgemeinschaft konnte überleben. Aber die Stimmen mehren sich, die darauf hinweisen, was mit den weltweiten Klimaveränderungen auf dem Spiel steht. Eine Mehrheit der Wissenschaftler mahnt eindringlich zu einer radikalen Veränderung unserer Energieerzeugung, unserer Produktionsweisen und unseres Lebensstils. Mehr und mehr Schülerinnen und Schüler streiken freitags für ihre Zukunft und für das Überleben der Welt. Luisa Neubauer, eine Sprecherin der „Fridays for Future“ - Bewegung, richtete eindringliche Worte bei einer Diskussion zur Klimagerechtigkeit auf dem Kirchentag. Sie verband ihren Aufruf zur Klimarettung mit einer Hoffnungsbotschaft. Die Kirchen, Christinnen und Christen, seien von jeher ein Art „task force Hoffnung“ und Eckard von Hirschhausen fügte hinzu, der Glaube an Gott sei ja eine „erneuerbare Energie“.

Was meinten sie damit? Sie spielen darauf an, dass wir im Glauben an Gott als Schöpfer der Welt auf Hoffnung setzen. Wir hören den Ruf, für das Leben in Zukunft alles zu tun. Wir werden getragen von Hoffnung, dass Umkehr und Rettung möglich sind.

Wir fordern und wagen die nötigen Schritte jetzt, damit die Schöpfung gewinnt. Das alles mit einem brennenden Herzen und einem kühlen Kopf!

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