2015 abschied schmitzMit einem Gottesdienst am Gründonnerstag verabschiedete die Kirchengemeinde ihren Chorleiter Marc Schmitz. Vor vier Jahren formierte sich um den 36-jährigen Musiker ein Chor von zeitweise bis zu 55 Frauen und Männern zu wöchentlichen Proben im evangelischen Gemeindezentrum Weisweiler. Das Repertoire bestand aus neuen Kirchenliedern und Gospel, aber auch aus populären Songs und jazzartigen Chorarrangements. Zum letzten Mal gestaltete Marc Schmitz mit seinem Chor „HörMal“ nun den Gottesdienst in der Auferstehungskirche, der an das letzte Abendmahl von Jesus erinnerte. Danach dankten die Chormitglieder und Pfarrer Theiler ihrem Chorleiter mit bewegenden Worten für die vier Jahre engagierter Chorarbeit. Zum Abschluss klangen die Worte eines irischen Segensliedes nach: „Und bis wir uns wiedersehn, möge Gott seine schützende Hand über dir halten“! Beruflich geht es für Schmitz von Weisweiler nach Lateinamerika. Sein Weg führt ihn nach Bogota, Kolumbien, wo er in der nächsten Zeit leben und arbeiten wird. Die „HörMals“ werden nach den Osterferien ihre Proben fortsetzen. Es konnte mit Johanna Weber aus Heinsberg eine Nachfolgerin gefunden werden. Ab dem 13. April hat sie die Proben als Chorleiterin übernommen. Neue Sängerinnen und vor allem Sänger sind willkommen.

Informationen dazu sind über das Gemeindebüro erhältlich.

2015 osterfrienspiele 1Bereits zum achten Mal fanden die Osterferienspiele in unserer Kirchengemeinde, des Ferienwerkes Weisweiler und des Malteser-Hilfsdienstes statt. Unter dem Motto „Das Dschungelcamp – Ich bin ein Kind, lass mich hier drin!“ erlebten rund 35 kleine Teilnehmer im Alter von sechs bis zwölf Jahren, innerhalb von vier Tagen, zusammen mit zehn ehrenamtlichen Betreuern, so manch spannendes Abenteuer.

Nach Kennenlernspielen im Gemeindehaus in Weisweiler standen unter anderem gemeinsame Mahlzeiten, kreative Bastelarbeiten, lustigen Spielen, der berühmten Dschungelprüfung, eine Fahrradtour zum Indemann und ein lehrreicher Besuch im Duisburger Zoo auf dem Plan. Die kleinen „Dschungelcamper“ hatten bei so viel Abwechslung sichtlich ein Menge Spaß und nahmen viele schöne Erinnerungen mit nach Hause.2015 osterfrienspiele 2

Abschied von der Friedenskirche – aber es geht weiter in St. Barbara! Am Pfingstmontag wird die Evangelische Kirchengemeinde Eschweiler Abschied nehmen von einer ihrer zwei Kirchen. 52 Jahre lang war die Friedenskirche nicht nur Versammlungsort zum Gottesdienst, sondern auch ein Stück Heimat für Gemeindegruppen und die Menschen in Pumpe-Stich. Viele Menschen wurden in der Friedenskirche getauft, konfirmiert, haben dort geheiratet oder um ihre Angehörigen getrauert. Abschied nehmen schmerzt! Dem Presbyterium unserer Nachbargemeinde in Eschweiler ist es nicht leicht gefallen, den Beschluss zu treffen, den Standort Friedenskirche aufzugeben. Leider ließ der Sanierungsbedarf von über 800.000 Euro allein für die Friedenskirche dem Presbyterium keine andere Wahl.

Wie geht es weiter mit dem Gemeindeleben in Pumpe-Stich? Da auch die katholische Pfarrei in Pumpe/ Stich vom zunehmendem finanziellen Druck betroffen ist, die vielen vorhandenen Kirchen, Pfarrheime und anderen Gebäude zu erhalten, wurden Gespräche geführt. Glücklicherweise ist die Friedenskirche nicht die einzige Kirche in der Friedrichstraße. Das Ergebnis der ausführlichen Gespräche war, dass zukünftig – nach Pfingsten 2015 – die evangelischen Gottesdienste sonntags zur gewohnten Zeit in der St. Barbara- Kirche in der Friedrichstraße gefeiert werden. Selbstverständlich gilt das auch für Taufen, Hochzeiten und Trauerfeiern. Die bisherigen Gruppen der Friedenskirche werden sich im Pfarrheim an St. Barbara, Friedrichstraße 10, treffen. In dieser Veränderung sieht die Kirchengemeinde neben der ungewohnten Neuorientierung auch eine große Chance für alle, die bereit sind, neue Wege zu gehen.

2015 friedenskircheErfreulicherweise haben die zuständigen Gremien der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist wie auch der Kirchenvorstand von St. Barbara einstimmig die evangelische Gemeinde in der St. Barbara-Kirche und ihrem Pfarrheim willkommen geheißen. Die Genehmigung des katholischen Bischofs von Aachen liegt bereits vor. Die zukünftige gemeinsame Nutzung von St. Barbara findet auch in den Leitungsgremien unserer evangelischen Kirche, beim Kirchenkreis und der Landeskirche, breite Unterstützung. Beide Gemeinden erhoffen sich auf diese Weise eine Bewahrung des „kirchlichen Standorts“ Pumpe- Stich auch in der Zukunft. Die beiden Kirchengemeinden in Pumpe-Stich können auf diese Weise ein ökumenisches Zeichen setzen und vielleicht sogar ein Vorbild werden für andere Gemeinden, die sich bei knapper werdenden finanziellen Möglichkeiten mit Kirchenschließungen befassen müssen.

Ob dieses Experiment gelingen wird? Zunächst wurde ein „Probejahr“ der gemeinsamen Nutzung vereinbart. Nun liegt es an den Menschen in Eschweiler und besonders Pumpe-Stich selber, ob das Experiment wirklich Zukunft hat. Die Abstimmung wird also „mit den Füßen“ erfolgen - vielleicht ja auch eine gute Gelegenheit, wieder einmal einen Gottesdienst zu besuchen und damit zu dokumentieren, dass Heimat auch neu wachsen kann und dass Christen zukünftig noch mehr das Gemeinsame und nicht – wie jahrhundertelang zuvor – das Trennende pflegen und feiern wollen.

Besonders herzlich wird zum Entwidmungsgottesdienst am 2. Pfingsttag (Pfingstmontag), 25. Mai 2015, 10 Uhr in die Friedenskirche eingeladen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird die Gemeinde zur St. Barbara-Kirche ziehen, um dort von der katholischen Gemeinde empfangen zu werden. Nach einer kurzen gemeinsamen Andacht wird es einen Empfang geben.

Am Pfingsttag haben die Jünger Jesu, beflügelt durch den Heiligen Geist, ihre angestammte, vertraute Heimat verlassen und sind von Jerusalem aus in die Welt gezogen, um die frohe Botschaft Jesu Christi zu verbreiten. Vielleicht ist das Pfingstfest 2015 auch deshalb ein guter Zeitpunkt, um mit traurigem Herzen etwas Vertrautes aufzugeben, aber auch, um voller Neugier aufzubrechen in eine gute Zukunft.

(Redaktionell veränderter Artikel von Thomas Richter, Pfarrer an der Friedenskirche)

Es kommt nicht oft vor, dass Menschen 60 Jahre oder mehr Mitglied in einem Verein sind. Ein diamantenes Jubiläum konnte Frieda Kaukel nun als Mitglied der Evangelischen Frauenhilfe in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler feiern. Die jetzige Leiterin der Frauenhilfe, Irene Görgen, und Gemeindepfarrer Wolfgang Theiler begrüßten dazu zahlreiche Gäste zu einer Feierstunde, in der die 95-jährige Jubilarin im Mittelpunkt stand. Der ehemalige Weisweiler Pfarrer Valentin Schmitz erinnerte in seinem Grußwort an die Anfänge der Frauenhilfe vor 60 Jahren, zu deren Gründungsmitgliedern in Weisweiler Frieda Kaukel gehörte. Die herzlichsten Glückwünsche überbrachten als Vorstand Monika Zilkenat und Monika Münzberg vom Kreisverband der Frauenhilfe im Kirchenkreis Jülich.

Die evangelische Frauenhilfe war und ist bis heute ein selbstständiger Verein, der sich die Pflege der Gemeinschaft untereinander, die tatkräftige Unterstützung der Gemeindearbeit und die evangelische Bildungsarbeit für Frauen zur Aufgabe gemacht hat.

Die jungen Frauen und Mütter von damals sind inzwischen alt geworden. Der Kreis derer, die als Frauenhilfe heute zusammen kommen, ist klein geworden. Dennoch schätzen die verbliebenen Mitglieder den engen Kontakt untereinander und die Verbundenheit mit der Kirchengemeinde. Alle 14 Tage finden donnerstagsnachmittags die Treffen statt. Eine Andacht, ein Thema mit Vortrag oder Gespräch und das gemeinsame Kaffeetrinken bilden den Rahmen einer Veranstaltung, die offen ist für alle Interessierten. In der Regel aber fnden sich nur die Mitglieder ein, zu denen Frieda Kaukel seit 60 Jahren gehört. Auch wenn sie nicht mehr wie in früheren Jahren aktiv die Treffen mitgestaltet, so ist sie doch dankbar für jeden Nachmittag, den sie mit den anderen Frauenhilfsschwestern erleben darf. Dass dazu noch lange die Möglichkeit bestehen möge, wurde zum Abschied als Wunsch von allen Gästen zum Ausdruck gebracht.2015 jub frauenhilfe

(zum Foto: Die Jubilarin Frieda Kaukel auf der Bank sitzend in der Mitte)