Liebe Gemeindemitglieder,

und wieder ist es Advent geworden, die Zeit voller Lichter und Lieder, voller Gerüche und Aktivitäten, eine Zeit, die die Erinnerungen weckt. Es werden Erinnerungen wach aus den Adventstagen der eigenen Kinder, so wie wir uns heute Mühe geben, den Kindern die Adventstage zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

Auch in den biblischen Adventsgeschichten spielen Kinder eine Rolle. Es wird die Geburt von Johannes dem Täufer angesagt. Und in Vorbereitung auf die Geburt des Jesuskindes an Weihnachten verkündet der Engel der jungen Maria die Geburt des Gottessohnes. Mit beiden Ereignissen wird eine große Erwartung verbunden. Dass sich Gottes Verheißung an das Volk Gottes erfüllt: In der Dunkelheit der Welt strahlt ein helles Licht auf. In die Zerrissenheit der Menschen kommt Heilung und Rettung. Gott selbst steigt vom hohen Himmel hinab in die Niedrigkeit der Krippe im Stall.

So ist es wunderbar dargestellt im Weihnachtsbild der Aldenhovener Kirchengemeinde, das wir im vergangenen Jahr in unserer Dürwisser Kirche aufgehangen haben. An der Seite des bloßen Kindes knien Maria und Joseph. Sie staunen über das Wunder des Lebens, über das gottgeschenkte Kind. Das Bild zeigt einfühlsam, wie die Menschen am Wunder Gottes ihren Anteil haben. Es gibt keine Erfüllung der Hoffnung ohne Zutun der Menschen, ohne uns. Gott wird Mensch und braucht zumindestens eine Mutter. Gott verheißt frohe Botschaft für alle Menschen und braucht die Hirten, die kommen und sehen und verkünden. Gott möchte Frieden stiften auf Erden und braucht Menschen, die als Friedensstifter sich bewähren. Gott möchte, dass allen Menschen geholfen werde und braucht Menschen, die helfen. Auf ein Wort Und wir in all unserer Hilfl osigkeit und Schwäche brauchen Gott, der uns unter die Arme greift. Der uns nicht aufgeben lässt. Der unsere Herzen erfüllt mit dem Licht und der Liebe, die uns die Augen öffnet füreinander, die unsere Hoffnung stärkt für all die aussichtslosen Situationen unseres Lebens und all die schier unlösbaren Krisen dieser Welt.

Mit den besten Wünschen für diese Advents- und Weihnachtszeit
Pfarrer Wolfgang Theiler